Archiv für August 2012

NEUE TERMINE

Der Lettekiez gestern und heute

…die neuen Termine im Restjahr 2012!!!

…alle Nachbarn aus dem Lettekiez sind herzlich eingeladen !!!

Samstag, 1. September: 14 Uhr Stadtspaziergang (Karl-Bonhoeffer-Heilstätten)
Treff: 13.30 QM-Büro Mickestraße/ 14.00 Uhr Haupteingang nahe U-Bahnstation K-B-Heilstätten

Dienstag, 11. September: Erzählcafé (Frau Hoempler, Leiterin Vitanas Senioren Centrum)
Treff: 16 Uhr Kinderzentrum Pankower Allee 51

Dienstag, 9. Oktober: Kiezhistoriker (Besuch Landesarchiv)
Treff: 16 Uhr Haupteingang Eichborndamm 115

Dienstag, 13. November: Erzählcafé (Frau Arndt u.a., Stadtbibliothek Reinickendorf-Ost)
Treff: 16 Uhr Zeitungslesesaal, Stargardtstraße 11-13

2. Spaziergang durch Alt-Reinickendorf

Am Dienstag, dem 7. August 2012, setzen wir unseren Streifzug durch Alt-Reinickendorf fort. Wir haben uns das Gebiet nördlich der Dorfaue vorgenommen und treffen uns, wie beim letzten Mal, an der Kirche. Wir passieren das herrschaftlich anmutende Pfarrhaus (Alt-Reinickendorf 21-22) aus dem Jahr 1912 und das in demselben Jahr errichtete Schalthaus der Bewag, das heute nach dem Umbau in jüngerer Zeit ein sicher außergewöhnliches Wohnhaus ist. Zur Entstehungszeit hatte man darauf geachtet, diesen Bau so zu gestalten, dass er mit der geplanten Siedlung Luisenhof korrespondiert. Erst beim genauen Hinschauen fällt ins Auge, dass es sich um einen Industriebau handelt. Die 1919-1920 erbaute Siedlung Luisenhof erstreckt sich bis zum Damm der Bahnlinie. Mit ihren kleinen, einfach ausgestatteten Wohnungen trug sie dazu bei, die Wohnungsnot nach dem 1. Weltkrieg zu lindern. Nach dem sozialreformerischen Konzept gehört zu jedem Haus ein Garten, um sich selbst mit Gemüse und Obst versorgen zu können. Heute blühen und gedeihen hier meistens Blumen und Zierpflanzen. Bedauerlicherweise ist die Einheitlichkeit der Siedlung kaum mehr zu erkennen. Jeder Eigentümer hat bei der Renovierung der Dächer und Fassaden, Eingänge und Zäune seinen eigenen Geschmack walten lassen. Die Aufhebung des Bürgersteiges zugunsten einer durchgehenden Straßenfläche hat unserer Meinung nach den Charakter der Siedlung weiter zerstört. Vier Stolpersteine zeigen, dass auch hier jüdische Familien gewohnt haben, die von den Nazis vertrieben und ermordet wurden.

Am Freiheitsweg fallen zwei hohe alte Eichen auf. Sie markieren die Grundstückgrenze zwischen den vom Anger ausgehenden, langgestreckten Kossätengrundstücken und der Feldflur. Wir laufen den Freiheitsweg in Richtung Osten, überqueren den Stegeweg, der einst das Dorf mit Rosenthal verbunden hat, und werfen einen Blick auf den Sportplatz der „Reinickendorfer Füchse“, der mit seinen Anlagen bereits in den 1920er Jahren entstanden ist. Zurzeit planen die „Füchse“ ein neues Vereinsheim. Gegenüber liegt ein interessanter moderner Backsteinbau. Er wurde in den 1970er Jahren von Hans Christian Müller als Kindergarten errichtet. Eigentümerin ist die evangelische Kirche, die den Bau veräußern möchte. Eigentlich schade.

Die Siedlung am Klemke-Park wurde in den 1920er-Jahren von der Heimstättengesellschaft „Primus“ nach Plänen des Architekten Fritz Beyer errichtet. Sie wurde 1944 teilweise zerstört, aber 1952 wieder aufgebaut. An der Kopenhagener Straße 19-33 passieren wir ein in den 1990er Jahren gebautes Männerwohnheim. Früher, seit 1902, hatte die Feuerwache dieses Grundstück genutzt.

Die Kopenhagener Straße wird von zwei Bahndämmen überquert. Auf dem südlichen fährt die S-Bahn nach Heiligensee. Ursprünglich diente die Trasse der Kremmener Bahn (seit 1893), die die sich seit Ende des 19. Jahrhundert ansiedelnden Industriegebiete erschloss. Nördlich ist es der Bahndamm der Nordbahn (seit 1877), auf dem heute die S-Bahn nach Frohnau fährt. Wir besichtigen einige der an der Kopenhagener- und an der Flottenstraße liegenden Industriebetriebe. Die ehemalige Eisengießerei Schöning erstreckt sich zwischen dem Damm der Nordbahn und der Industriebahn. Einige historische Gebäude sind noch erhalten und stehen unter Denkmalschutz wie das Direktionsgebäude an der Kopenhagener Straße, die wie eine bürgerliche Villa wirkt. Die Fabrikgebäude und Hallen mit den Sheddächern bestehen aus rotem Backstein und machen noch immer einen soliden Eindruck. Zwei unserer Gruppenmitglieder haben dort einmal gearbeitet. Sie zeigen aufgeregt auf die Fenster ihrer Arbeitsräume. Heute wird die Fabrikanlage von verschiedenen Firmen genutzt. Herr Schlickeiser berichtet, dass sich bei Schöning rund 20.000 alte Gussformen angesammelt haben; manche von ihnen werden sicher noch gebraucht, wenn zum Beispiel ein Denkmal repariert werden muss. Wo sie wohl aufbewahrt werden, wusste er nicht zu sagen. Man könnte ein Museum damit füllen.

Entlang der Nordbahn verlief die Grenze zur DDR und ab 1961 die Mauer. Bis zum Mauerbau gab es auf der Kopenhagener Straße eine Straßenbahnverbindung nach Pankow. Die Straßenbahnen fuhren jeweils bis zur (noch offenen) Grenze, dort überquerte man sie zu Fuß und stieg auf der anderen Seite in die wartende Bahn ein. Der Fahrschein blieb gültig. Da die Fahrkarte im Osten billiger war als im Westen, nahmen viele Berliner schon im Osten die Straßenbahn und mussten dann umsteigen.

Auf dem ausgedehnten Gelände Flottenstraße 28-42 erstrecken sich die Industriebauten der ehemaligen Argus-Motoren-Gesellschaft mbH. Es sind aneinandergereihte, zu unterschiedlichen Zeiten erbaute Betriebsgebäude mit Pförtnerhaus sowie der Bunker an der Ecke Kopenhagener Straße; nördlich schließt sich der Hallenkomplex und die frühere Werkskantine an. Schon 1902 ließ sich hier die Maschinenfabrik Leopold Ziegler nieder, die sich auf den Bau von Flugzeugmotoren spezialisierte. 1908 übernahm die Argus-Motoren-Gesellschaft mbH die Werkstätten und baute sie angesichts des 1. und 2. Weltkriegs zu einem wichtigen Rüstungsbetrieb aus. 1918 hatte das Werk etwa 800 Mitarbeiter, bis 1944 arbeiteten dort über 8.000 Beschäftigte. Herr Schlickeiser erinnert an große Streiks der Munitionsarbeiter in der Weimarer Republik. In der Zeit der Nationalsozialisten hatte der Ausbau der Luftwaffe eine vorrangige Stellung, die dem Argus-Werk zu einer wirtschaftlichen und räumlichen Expansion verhalf.  Das lässt sich noch heute an der Architektur und Gliederung der Werksanlage ablesen. Dominierend sind die Umbauten und Erweiterungen aus den 1930er und 1940er Jahren, die unter der Leitung des Architekten Werner Issel ausgeführt wurden. Sein Konzept sah vor, alle Alt- und Neubauten einheitlich mit einer gleichartigen Klinker-Verblendung und Flachdächern  zu versehen. Mit den klaren und sachlichen Formen schuf er einen an der Funktion orientierten Industriebau, weitgehend frei von nationalsozialistischer Architekturideologie. Unmittelbar nach dem Zeiten Weltkrieg diente das nur wenig zerstörte Gelände dem Bezirksamt. Im „Gefolgschaftsgebäude“ mit dem großen Saal und der Kantine waren das Amtsgericht und verschiedene Verwaltungsabteilungen untergebracht. An die Baracke, in der das Standesamt untergebracht war, kann sich Frau Rusch noch sehr gut erinnern. Sie hatte im Februar 1947 bei Eiseskälte dort geheiratet und der Standesbeamte zog auch währen der Zeremonie nicht seine Handschuhe aus.

Wir schreiten die scheinbar endlos lange Front der Verwaltungsgebäude ab und biegen nach Süden in den Stegeweg, der den Bahndamm unterquert. Auf dem Freiheitweg  steuern wir den alten Friedhof an, passieren vorher noch einmal die Siedlung Luisenhof, an die sich die 1919 von der Bauverwaltung der Landgemeinde errichtete Siedlung „Hinter der Dorfaue“ anschließt. Auch hier sollten in erster Linie Kriegsbeschädigte und Hinterbliebene berücksichtigt werden. Viele konnten aber die geforderte Anzahlung nicht leisten, so dass auch Bewerber aus dem mittleren Bürgertum in den Genuss dieser attraktiven Häuser kamen. Die Architektur orientiert sich am bürgerlich-kleinstädtischen Wohnen. Auf der linken Straßenseite sehen wir die Rückseite des ehemaligen Schwarzkopff’schen Grundstücks mit seinen denkmalgerecht hergerichteten Werkstattgebäuden. Der Friedhof am westlichen Ende des Freiheitsweges entstand 1870, um die beiden bestehenden kleinen Reinickendorfer Friedhöfe zu entlasten. Heute ist er eine beeindruckende Gedenkstätte mit Kriegsgräbern aus dem Zweiten Weltkrieg. Nur noch zwei Gräber sind integriert, die Grabstätte des ehemaligen Bürgermeisters von Reinickendorf Friedrich Wilke und der Industriellenfamilie Rudolf Süss.

Am hochgelegenen S-Bahnhof Alt-Reinickendorf blicken wir auf das ehemalige Empfangsgebäude und laufen an einer uns etwas ungepflegt erscheinenden Grünanlage vorbei. Sie wurde 1932 vom Reinickendorfer Garteninspektor Kurth geschaffen, der sich einen kleinen Landschaftspark mit klaren Wegeführungen und vielfältigem Grün vorgestellt hatte. Am Rande einer Wiesenfläche kann die Skulptur „Der sterbende Adler“ von Ludwig Vordermeyer (1918) bewundert werden. Gegenüber liegt ein dreieckiges Grundstück, dass zwischen 1890 und 1910 mit einem städtischen Mietshaus bebaut wurde. Es ist mit Remise und Vorgarten noch erhalten und korrespondiert mit der Backstein-Architektur des Bahnhofs.

Mit letzter Kraft überqueren wir die Roedernallee, um im Gartencafé des Paracelsusbades zu entspannen und die wichtigsten Eindrücke auszutauschen.

ErzählCafé mit Herrn Kraus

Erzählcafé am 10. Juli 2012

„Als Elektriker in der Schokoladenfabrik“

Herr Kraus berichtet aus seinem Leben

Herr Kraus stammt aus dem Fichtelgebirge. In den 1950er Jahren spielte dort die Porzellanindustrie eine wichtige Rolle. Sie sorgte in der gesamten Region für Arbeitsplätze. Viele seiner Mitschüler fanden dort eine Lehrstelle oder einen Arbeitsplatz. Kraus aber ging 1957 nach der Volksschule zur Bundeswehr. In der Nähe seines Wohnortes gab es keine weiterführende Schule, so dass das Abitur den Kindern finanziell Bessergestellter vorbehalten war. Denn Arzt- oder Rechtsanwaltssöhne konnten mit dem Auto zum Bahnhof gefahren werden, um in der nächst größeren Stadt die Oberschule zu besuchen.

Als Kraus sich mustern ließ, hoffte er insgeheim, wegen seiner Größe abgelehnt zu werden. Doch der Militärarzt maß 1,64 Meter, nicht 1,62, wie Kraus meinte, und damit war er wehrtauglich.

Kraus blieb 8 Jahre bei der Bundeswehr, wo er bis zum Feldwebel aufstieg. Im Bayrischen Wald war er eingesetzt, um „Aufklärung“ zu betreiben. Seine Aufgabe bestand zum Beispiel darin, auf dem Fernsehturm, der die Spitze des „Hohen Bogen“ bildete, Signale abzuhören. Dann gefiel es ihm nicht mehr bei der Bundeswehr, und er nutzte die Möglichkeit, eine Ausbildung zum Elektriker zu absolvieren. Im achten Jahr beim Militär begann er dort die Lehre, dann ging er zurück in seinen Heimatort zur Porzellanfabrik Hutschenreuther, um die Lehre abzuschließen. Die Bundeswehr förderte die Ausbildung finanziell. Die Entscheidung, Elektriker zu werden, hat viel damit zu tun, dass sein Vater Elektriker schon war und bei Hutschenreuther arbeitete.

In der Porzellanfabrik blieb er bis 1978. Inzwischen war er verheiratet und bekam zwei Söhne. Sein Meister wollte in Rente gehen, und Kraus war als Nachfolger vorgesehen. Er hätte allerdings noch seinen Meister machen müssen. Aber die wirtschaftlichen Verhältnisse in der Region änderten sich. Aufgrund der Einfuhr billiger Porzellanwaren aus dem fernen Osten war man nicht mehr konkurrenzfähig. Die Nachfrage nach hochwertigem Porzellan sank. Viele Fabriken produzierten nur noch unter Kurzarbeit. Die Arbeiter hatten plötzlich keine Zukunft mehr. Unter diesen Umständen wollte Kraus nicht länger in dieser Region bleiben. Ihn zog es nach Berlin. Das Arbeitsamt bot ihm eine Stelle als Elektriker in der Schokoladenfabrik Stollwerck in Berlin-Marienfelde an.

Die Ankunft in Berlin am 31. Oktober 1978 am Abend begann mit einem kleinen Desaster: Der Taxifahrer hatte ihn betrogen. Für die Taxifahrt vom Bahnhof Zoo zum Hotel, das ihm das Arbeitsamt für die ersten 14 Tage besorgt hatte, kassierte der Fahrer 40 DM. Kraus zahlte und stellte erst am nächsten Tag fest, dass sein Hotel am Ernst-Reuter-Platz ja ganz dicht am Zoo lag und dass die Taxifahrt unmöglich 40 DM wert sein konnte. Kraus aber lebte sich bald ein, lernte zum Beispiel, dass er beim Umsteigen von der U-Bahn in den Bus nicht noch einmal bezahlen musste und bekam in der Nähe der Fabrik eine eigene kleine, voll eingerichtete Wohnung zugewiesen.

Die Arbeit des Elektrikers in der Schokoladenfabrik war kaum anders als bei der Porzellanherstellung. Die technischen Abläufe ähnelten sich. Kraus wurde Vorarbeiter und programmierte bald die technische Anlage. Er gehörte zu den wenigen, die sich wirklich auskannten und fühlte sich an seinem sicheren Arbeitsplatz sehr wohl. Seine Familie besuchte er regelmäßig. Als ehemaliger Bundeswehrsoldat musste er das Flugzeug nehmen, denn die Durchfahrt durch die damalige DDR war für ihn nicht gestattet. Die Reisekosten sponserte das Arbeitsamt. Nach einem Jahr wollte er seine Familie nachholen. Aber seine Frau konnte es sich partout nicht vorstellen, in Berlin zu leben, und Kraus wollte nicht wieder zurück ins Fichtelgebirge. Das Paar ließ sich scheiden. In der Fabrik lernte Kraus seine zweite Frau kennen. Sie stammte aus Sardinien und hatte es in der Firma bis zur Vorarbeiterin in der Verpackungsabteilung geschafft. Die beiden bauten sich in Berlin ein neues Leben auf. Einer von Kraus’ Söhnen kam später auch nach Berlin, um in der Schokoladenfabrik als Konditor zu arbeiten. Als Kraus’ Frau im Jahr 2006 plötzlich und unerwartet starb, wollte er die Fabrik nicht mehr betreten und kehrte ihr für immer den Rücken.

Grundzüge der Schokoladenherstellung: Bei Stollwerck werden die Kakaobohnen in 50-Kilo-Säcken aus Bremen angeliefert. Es sind verschiedene Sorten, die die spätere Schokoladenqualität beeinflussen. Außerdem spielen der Anteil des Kakaos, der Kakaobutter, des Milchpulvers und des Zuckers eine wesentliche Rolle. Je höher der Kakaoanteil, desto besser und teurer wird die Schokolade.

Die Kakaobohnen werden gereinigt, bei Temperaturen von 100 bis 160 °C geröstet und dann im Mahlwerk in kleine Stücke zerbrochen. Die Schalenteile werden entfernt. Anschließend wird der Kakaobruch gemahlen. Dabei tritt die Kakaobutter heraus, die die Bruchstücke zu einer zähflüssigen dunkelbraunen Kakaomasse verbindet. Zur Herstellung von Kakaopulver wird die flüssige Kakaomasse gepresst, wobei die Kakaobutter abfließt, der Rückstand, der „Kakaopresskuchen“, wird zu Kakaopulver zermahlen.

Zur Herstellung von Schokolade wird die Kakaomasse mit Zucker und Milchpulver vermischt. Diese Masse wird in Walzwerken fein vermahlen, um insbesondere die Zuckerkristalle stark zu reduzieren. In den so genannten Conchen wird die Schokoladenmasse erwärmt und geschlagen. Heute dauert das Conchieren 8 – 30 Stunden, je länger, desto höher ist die Qualität der Schokolade und ihr Preis.

Bevor Schokolade aus dem flüssigen Zustand verarbeitet und zum Erstarren gebracht wird, muss sie temperiert werden, d. h. sie wird gekühlt, bis der Fettanteil in der Schokolade erste Erstarrungskristalle bildet. Man differenziert zwischen sechs verschiedenen Erstarrungskristallen von Schokolade, wobei diese sich in der Optik, Geschmack und der Schmelztemperatur unterscheiden.

In einem weiteren Produktionsschritt wird die Masse in Formen abgefüllt oder als Überzugsmasse für Schokoriegel aufbereitet und danach abgekühlt. Diese Schokoladenmasse kann dann in entsprechende Formen, wie Tafeln, Kugeln, Hohlformen oder Eier gegossen werden. Kurz nach dem Temperieren können Nüsse oder andere Zutaten beigegeben werden.