5. Erzählcafé am 13.09.2011

Frau R. (87 Jahre alt) erzählte uns ihre Liebesgeschichte aus Kriegszeiten, zum Glück mit Happy-End: Sie lernte einen jungen Soldaten kennen und die beiden verliebten sich ineinander. Aber er war im Krieg und sie konnten sich nur selten sehen. Dann hörte sie nichts mehr von ihm. Erst nach einem halben Jahr erreichte sie eine der damals üblichen vorgedruckten Postkarten, dass er noch lebe und in Kriegsgefangenschaft sei. Dann konnten sie sich wenigstens regelmäßig schreiben. Frau R. zeigte uns die alten Briefe, die sie aus der Gefangenschaft erhielt. Es waren linierte Bögen, die nur auf diesen Linien beschrieben werden durften. Da es immer nur eine Seite war, die den Gefangenen zur Verfügung gestellt wurden, versuchten sie mit möglichst kleiner Schrift so viele Mitteilungen wie möglich aufs Papier zu bringen.

Nach zwei Jahren wurde ihr Freund aus der Gefangenschaft entlassen. Doch um zusammen zu leben und eine Wohnung zu bekommen, mussten sie heiraten. Eigentlich kannten sie sich ja kaum. Aber es ist gut gegangen. Sie bekamen einen Sohn und lebten glücklich und zufrieden…..

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