Rabauke e.V. und das Sozialkaufhaus

Erzählcafé mit Sascha Mitschke am 14. 5. 2013

Sascha Mitschke hat trotz seiner vielen ehrenamtlichen Verpflichtungen Zeit für uns und berichtet über sein Engagement im Kiez. Er ist in Reinickendorf-Ost geboren und aufgewachsen und durch seine Aktivitäten eng mit dem Kiez und seinen Bewohnern verbunden. Diese begannen mit seiner Vaterschaft. Als seine Tochter im Kindergarten war, engagierte er sich als Elternvertreter im Vorstand des Bezirkseltern- und im Landeselternausschuss. Als sie dann in die Schule kam, merkten er und einige andere Eltern, dass für die Kinder mehr getan werden muss. Sie gründeten 2007 den Verein Rabauke e.V., um Familien Unterstützung im familiären Zusammenleben gewährleisten zu können. Ein Hauptprojekt ist die alljährliche, vier Tage dauernde Kinderfreizeit. Aus einer Kinderolympiade entwickelte sich das Mittelalterspektakel, das in Kooperation mit dem „Haus am See“ seit mehreren Jahren stattfindet und an dem bis zu 30 Kinder im Grundschulalter und 10 Betreuer teilnehmen. Dort lernen die Kinder alles über Ritter und das mittelalterliche Leben. Betreuer und Kinder laufen als Ritter und Burgfräulein verkleidet herum; die Kinder lernen Kerzenziehen, Bogenschießen und wie andere historische Waffen eingesetzt werden. Ein Schmied führt sein Handwerk vor. Natürlich darf auch eine Nachtwanderung nicht fehlen. Alle schlafen in Zelten, versorgen sich gemeinsam und lernen Dinge, die sie aus ihrem normalen Alltag nicht kennen. In jedem Jahr gibt es einen anderen Schwerpunkt. Die Betreuer sind Eltern, die sich ebenfalls ehrenamtlich engagieren. Der schönste Lohn sind die strahlenden Gesichter der Kinder und die Begeisterung, die sie an diesen vier Tagen zeigen. Damit alles funktioniert, müssen sowohl die Kinder als auch die Betreuer klare Regeln beachten. Und ein kleiner Obolus ist auch zu entrichten: 10 €uro pro Kind für die vier Tage.

Natürlich kostet so eine Kinderfreizeit viel mehr. Deshalb bereibt der Rabauke-Verein in der Hausotterstraße 3 ein Sozialkaufhaus. Dort kann jeder einkaufen ohne seine Bedürftigkeit nachweisen zu müssen. Die Waren sind Spenden. Der Gewinn steht den  Projekten des Vereins zur Verfügung.

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